Ein reset kostet weniger als eine neue Evaluierung und stellt das Konto auf den Anfangsstand zurück. Was Sie zurückkaufen, ist der Abstand zum Max Loss Limit. Ein Konto mit großem Abstand zur Grenze lohnt den Kampf, ein angeschlagenes mit wenigen hundert Dollar Spielraum fast nie: dort kostet jeder Tag mehr Nerven als der reset Geld.
Was kaufe ich mit einem reset?
Sie kaufen den Abstand zum Max Loss Limit zurück, nicht einen Gewinn. Ein reset setzt ein Evaluierungskonto auf den Anfangsstand zurück: volles Gewinnziel, voller Abstand zum Max Loss Limit, kein Fortschritt mehr. Beschrieben klingt das nach einem Rückschritt, und für den Kontostand ist es einer.
Für Ihre Entscheidungen ist es das Gegenteil. Die entscheidende Größe während einer Evaluierung ist nicht der Gewinn, sondern der verbleibende Abstand zur Verlustgrenze. Dieser Abstand bestimmt, wie viele Fehler Sie noch machen dürfen, und damit, welche Positionsgröße Sie überhaupt handeln können.
Ein Konto mit 2.000 $ Spielraum und ein Konto mit 400 $ Spielraum tragen denselben Namen und erlauben zwei völlig verschiedene Vorgehensweisen. Das zweite verlangt kleinere Positionen, engere Stopps und mehr Treffer in Folge. Genau das ist der Zustand, in dem Statistiken nicht mehr gelten.
Ein reset kauft diesen Abstand zurück. Das ist das ganze Produkt.
Was kostet ein reset im Vergleich zu einem neuen Konto?
Etwa zwei Drittel des Neupreises, in jeder Größe und in jeder Familie mit Evaluierung.
| Größe | Neues Konto | reset | Differenz |
|---|---|---|---|
| 25K | 108 $ | 75 $ | 33 $ |
| 50K | 172 $ | 120 $ | 52 $ |
| 100K | 272 $ | 190 $ | 82 $ |
| 150K | 365 $ | 255 $ | 110 $ |
Ein reset liegt bei etwa zwei Dritteln des Neupreises. In der Größe 50K kostet er 120 $ gegenüber 172 $, und der absolute Vorteil wächst mit der Größe.
Bei den anderen Familien gilt dieselbe Logik mit eigenen Zahlen: Clear setzt in der Größe 50K für 95 $ zurück, Stream für 120 $. Für Direct gibt es keinen reset, weil es dort keine Evaluierung gibt — das Konto ist von Beginn an finanziert und kostet in der Größe 50K entsprechend 515 $. Alle Preise stehen auf der Preisübersicht, die Parameter im Kontenvergleich.
Ab welchem Restabstand lohnt sich ein reset?
Ab etwa einem Drittel des Max Loss Limit, also unter rund 650 $ auf einem 50K-Konto. Setzen Sie den Preis des resets ins Verhältnis zum zurückgekauften Spielraum. In der Größe 50K kostet 120 $ einen wiederhergestellten Abstand von 2.000 $. Das sind sechs Prozent des Spielraums, den Sie zurückerhalten.
Jetzt die Gegenseite. Ein Konto mit 400 $ Restabstand bei einem Ziel von 3.000 $ verlangt von Ihnen, 3.000 $ zu verdienen, während nur 400 $ Verlust erlaubt sind. Das Verhältnis zwischen Ziel und Spielraum liegt bei 7,5 zu 1. Beim frischen Konto liegt es bei 1,5 zu 1.
Dasselbe als Tabelle, für ein 50K-Konto:
| Restabstand zum Max Loss Limit | Verhältnis Ziel zu Spielraum | Praktische Lage |
|---|---|---|
| 2.000 $ | 1,5 zu 1 | Normalzustand, Plan unverändert |
| 1.400 $ | 2,1 zu 1 | Positionsgröße reduzieren, weiterhandeln |
| 800 $ | 3,8 zu 1 | Grenzfall, reset ernsthaft prüfen |
| 400 $ | 7,5 zu 1 | reset ist fast immer die günstigere Wahl |
Die letzte Zeile ist der Kern. Für 120 $ bringen Sie das Verhältnis von 7,5 zu 1 zurück auf 1,5 zu 1. Kein Handelstag der Welt leistet das.
Welche zwei Fehler kosten hier am meisten Geld?
Zu früh zurücksetzen und zu lange festbeißen, wobei der zweite der teurere ist.
Zu früh zurücksetzen. Nach einer schlechten Woche mit noch 1.800 $ Abstand ist nichts kaputt. Der Plan funktioniert, der Spielraum reicht, es fehlt nur Zeit — und Zeit ist in der Evaluierung kostenlos, weil es keine Frist gibt. Wer in diesem Zustand zurücksetzt, kauft etwas, das er bereits besitzt.
Zu lange festbeißen. Der häufigere und teurere Fehler. Mit 300 $ Restabstand handeln Sie nicht mehr Ihr Vorgehen, sondern eine Notfassung davon: kleinere Positionen, engere Stopps, höherer Druck bei jedem Einstieg. Das ist nicht dieselbe Strategie mit weniger Kapital, sondern eine andere Strategie ohne jede Erfahrungsgrundlage.
Daraus folgt oft ein dritter Zustand: Sie handeln drei Wochen mit Notfassung, berühren die Grenze dann doch und zahlen den reset trotzdem. Die drei Wochen sind dann nicht gespart, sondern verloren.
Eine Schwelle vorab festzulegen hilft: Fällt der Abstand unter ein Drittel des Max Loss Limit, also unter etwa 650 $ in der Größe 50K, wird nicht gehandelt, sondern entschieden. Das Daily Loss Limit von 1.200 $ gibt Ihnen dabei einen Tag Bedenkzeit, weil es den Handelstag ohnehin beendet.
Was bedeutet es, wenn ich immer wieder zurücksetze?
Dass nicht das Konto das Problem ist, sondern Positionsgröße oder Zeitfenster. Ein reset ist ein Werkzeug, kein Abonnement. Wer in einem Jahr fünf resets einer 50K kauft, zahlt 600 $ — mehr als eine Cycle 150K zu 365 $ und fast das Doppelte eines neuen 50K-Kontos.
Rechnen Sie das einmal pro Quartal zusammen. Steht dort eine Summe in dieser Größenordnung, liegt das Problem nicht beim Konto. Drei Ursachen deckt die Erfahrung am häufigsten ab:
Zu große Positionen. Risiko je Trade über einem Zehntel des Max Loss Limit, also über 200 $ in der Größe 50K. Dann genügen zehn Fehlschläge in Folge, und zehn in Folge kommen vor.
Falsches Zeitfenster. Wer müde nach dem Arbeitstag zwei Stunden lang nach Gelegenheiten sucht, sammelt Trades, die er morgens nicht genommen hätte. Ein kurzes festes Fenster schlägt ein langes offenes.
Das Ziel erzwingen. Positionsgröße erhöhen, um den Monat noch zu retten. Das verkürzt nur den Weg zur Grenze.
Günstiger als jeder reset ist in diesen Fällen ein kleineres Konto. Eine Cycle 25K kostet 108 $, der reset 75 $, und die Logik der Regeln ist identisch. Lernen Sie den Rhythmus dort, wo Fehler 33 $ weniger kosten.
Wie entscheide ich im Einzelfall?
Mit drei Fragen, die Sie vor der Zahlung schriftlich beantworten. Bevor Sie zahlen, beantworten Sie drei Fragen schriftlich.
Erstens: Passt meine normale Positionsgröße noch in den Restabstand? Wenn nicht, ist der reset gekauft. Mit einer Notfassung Ihrer Strategie weiterzuhandeln ist kein Sparen, sondern ein Test ohne Datengrundlage.
Zweitens: Weiß ich, warum der Abstand geschrumpft ist? Drei normale Verlusttage sind eine Antwort, ein einzelner großer Verlust ohne Stopp ist eine andere. Im zweiten Fall löst der reset nichts, weil derselbe Trade auf dem neuen Konto wieder möglich ist. Erst die Regel, dann die Zahlung.
Drittens: Was ändere ich auf dem neuen Konto? Eine Antwort wie „diesmal vorsichtiger“ zählt nicht. Konkret: halbe Positionsgröße, feste Handelszeit, Tagesstopp bei 300 $, Schluss nach zwei Verlusten. Ohne eine solche Liste kaufen Sie einen Wiederholungsversuch, nicht eine Verbesserung.
Lohnt sich der reset nach diesen drei Fragen, dann kaufen Sie ihn ohne Zögern: 120 $ für den vollen Spielraum ist eine der wenigen klaren Rechnungen in diesem Geschäft. Antworten Sie bei einer Frage mit Nein, warten Sie eine Woche. Es gibt keine Frist.
Evaluierungs- und finanzierte Konten sind bis zur Live-Stufe simuliert. Der Handel mit Futures ist mit einem erheblichen Verlustrisiko verbunden, und nichts hier ist eine Ertragszusage. Was eine Evaluierung verlangt, steht im Artikel was eine Evaluierung wirklich verlangt, der Ablauf unter so funktioniert es.
Quellen
- CME Group, Kontraktspezifikationen des E-mini S&P 500: Punkt- und Tickwert, Grundlage der Aussagen zur Positionsgröße je Trade.
- CFTC, Hinweise für Anleger zu Terminmärkten: Hebelwirkung und Verlustrisiko bei Futures-Kontrakten.
- National Futures Association, Informationen für Anleger: Rollen und Registrierung der Beteiligten am US-Terminmarkt.
- Deutsche Bundesbank, bundesbank.de: Referenzkurse und Statistiken, nützlich für die Umrechnung der in USD ausgewiesenen Beträge.
Simulierte Konten bis Live. Der Handel mit Futures birgt ein erhebliches Verlustrisiko.